NRW/Logistikindex 4. Quartal 2008 - Finanzkrise trifft die Logistikbranche in NRW hart

Der NRW/Logistikindex für das vierte Quartal 2008 unterstreicht die engen Beziehungen zwischen Logistik und Industrie in unserem Bundesland. Der Index hat, beeinflusst von den weltwirtschaftlichen Problemen, eine rasante Talfahrt hinter sich und liegt im Dezember 2008 zum ersten Mal seit Mai unter dem Bundestrend. Vor allem die Probleme in den Verladerbranchen Automotive und Chemie treffen die NRW-Unternehmen hart. Im kommenden Quartal ist noch nicht mit einer Besserung der Lage zu rechnen.

Die Abwärtsbewegung verlief in den vergangenen drei Monaten ansonsten mit kleinen Schwankungen parallel zum Verlauf des Bundes. Als zusätzliche Belastung der Unternehmen ist zum Jahreswechsel die zum Teil drastische Mauterhöhung hinzu gekommen. Wie die Branche diese zusätzliche Kostensteigerung am Markt umsetzen kann, ist mehr als ungewiss.

Erfreulich ist, dass die Energiekosten weiterhin rückläufig sind, was zumindest in diesem Bereich zu einer leichten Entlastung führt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Energiekosten in den kommenden Monaten entwickeln werden. Um Kosten in der Krise einzusparen, setzt die Branche zunächst auf Kostensenkungsprogramme, jedoch auch Personalreduzierungen werden zunehmend ins Auge gefasst.

Der Ausblick der NRW-Unternehmen auf das kommende Quartal lässt insgesamt noch nicht auf eine schnelle Verbesserung der Lage hoffen. Ein wenig besser steht in NRW gegenüber dem Bund die saisonale Kapazitätsauslastung aus. Allerdings ist im nächsten Quartal mit einem weiteren Rückgang der Kapazitätsauslastung zu rechnen. Ob daher die Erwartungen zu Preissteigerungen die in NRW deutlich über dem Bund liegen umzusetzen sein werden, ist mehr als fraglich.

Besonders spannend st der Blick auf das gerade begonnene Jahr 2009. Insgesamt wird das kommende Geschäftsjahr 2009 durch die Logistiker erwartungsgemäß ungünstiger eingeschätzt als noch 2008. Mittlerweile gehen sowohl im Bund als auch in NRW knapp drei Viertel der Unternehmen von einer schlechteren Geschäftsentwicklung für das Jahr 2009 aus. Der Anteil derer, die günstigere Entwicklungen erwarten ist mit 3 bzw. 0% auf ein historisches Tief gesunken. Insgesamt ist die Einschätzung in NRW sogar noch ein wenig pessimistischer als die im Bund.

Dass die aktuelle Krise negative Folgen für die Beschäftigungsentwicklung in Jahre 2009 haben wird glauben die Logistiker sowohl in NRW als auch im Bund. Jedoch ist der Anteil derer, die glauben Beschäftigung abbauen zu müssen in NRW signifikant niedriger als im gesamten Bundesgebiet.

Mit dem NRW/Logistikindex beobachtet das Logistikcluster NRW (Logistik.NRW) ständig die Logistik-Branchenentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Der NRW/Logistikindex ist ein quartalsweise ermittelter Indikator, der die brancheninterne Wirtschaftslage und -zukunft zeigt. Es werden nicht nur kurzfristige, konjunkturellbedingte Erwartungen abgefragt, vielmehr verfolgt dieser Index darüber hinaus das Ziel, langfristige, wachstumsbedingte Tendenzen insbesondere für das Land NRW aufzudecken. Der neue Index soll den im Cluster organisierten Unternehmen helfen, ihre Lage im Wettbewerb realistisch einzuschätzen. Er dient außerdem dazu den Mitgliedern einen Informationsvorsprung zu sichern. Somit ist der NRW/Logistikindex ein aktiver Teil einer positiven Clusterentwicklung in NRW.

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