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31.10.2016 15:21 Alter: 295 days

Branchenkreis Speditionssoftware und Digitalisierung Veranstaltung „IT-Ausfallrisiken minimieren – mit Recht und Technik!“


Die Digitalisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft schreitet rasant voran und macht auch vor der Logistik nicht halt. Das Internet hält in immer mehr Bereichen Einzug, innovative Informations- und Kommunikationstechnologien sind das Rückgrat für neue Prozesse. IT muss laufen – wie komme nach einem Ausfall schnell an meine Anwendungen? Welche Möglichkeiten gehen mit Cloud Computing einher? Wie stellen Sie die Verfügbarkeit Ihrer Anwendungen sicher? Wie schnell sind Ihre Programme wieder lauffähig? Was muss ich rechtlich machen?

Diese Fragen zu beantworten war Ziel der Veranstaltung „IT-Ausfallrisiken minimieren – mit Recht und Technik!“. Die Veranstaltung des Branchenkreises Speditionssoftware und Digitalisierung im Logistikcluster NRW fand in Zusammenarbeit mit dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e. V. (VVWL) am 26.10.2016 im Haus des Verkehrsgewerbes in Düsseldorf statt.

Nach Begrüßung und Einführung in die Thematik durch Herrn Benedikt Althaus vom Logistikcluster NRW / VVWL startete die Veranstaltung mit dem ersten Vortrag von Frau RA’in Micaela Schork des Logistikcluster-Mitglieds Tigges Rechtsanwälte aus Düsseldorf mit dem Thema „Cloud Computing – Chance für den Mittelstand oder unkalkulierbares Haftungsrisiko?“. Frau Schork beleuchtete die juristische Seite von Cloud Computing unter der Berücksichtigung des Datenschutzes. Der Cloudnutzer muss wissen, dass er die Verantwortung für die in der Cloud gespeicherten Daten trägt. Des weiteren sollte er beim Cloudanbieter hinterfragen, in welchen Land die Daten gespeichert werden. Die Cloudserver sollten in der EU, bzw. im EWR betrieben werden, denn dann greift der umfangreiche Datenschutz (EU-DGVO). Aber wichtig ist auch, wo wiederum der Cloudanbieter die Daten sichert. Es ist durchaus möglich, dass der Cloudnutzer Server in der EU nutzt, aber die Datensicherung der Clouddaten durch den Cloudanbieter z. B. in Amerika stattfindet. Weiter ging Frau Schork auf die Pflichten von Cloudnutzern ein, nämlich die Sorgfalts- Kontroll- und Dokumentationspflicht.

Es muß eine regelmäßige Kontrolle vor und während der Cloud Nutzung erfolgen und dies entsprechend dokumentiert werden.  Abschließend ging Frau Schork auf Haftungsrisiken und betriebliche Optionen zur Haftungsbegrenzung ein.

Anschließend zeigten Herr Alfred Rex von Innovative Software Technology  und Herr Reinhard Zimmer von Zerto technische Möglichkeiten auf, wie Daten von lokalen Servern auf eine Cloudlösung gesichert werden können. Dabei gilt es den Anforderungen nach schnellster Verfügbarkeit nach einem Desaster, Flexibilität, Testmöglichkeiten und einer einfachen Bedienung zu genügen. Ein Backup wird meistens am Vortrag bzw. in der Nacht erstellt. Sollte es also am Nachmittag zu einem Ausfall der EDV kommen, können nur Daten vom Vortrag wieder hergestellt werden. Die Daten des aktuellen Tages sind verloren. Zudem dauert es oftmals 3-4 Tage, bis die EDV mit den Backup-Daten wieder lauffähig ist. Hier zeigte Herr Zimmer, dass es möglich ist, ein Recovery bis auf Sekunden genau durchzuführen. Natürlich ist es auch möglich, sogenannte Snapshots im Abstand von ca. 4 Stunden zu erstellen. Allerdings sind hier die Daten in den Anwendungen wie z. B. aus ERP-Systemen nicht mit enthalten, sondern nur Dateien. Ein Ausfall von mehreren Stunden kann in der schnelllebigen Logistikbranche die Insolvenz eines Unternehmens bedeuten. Ein schneller Wiederanlauf der EDV spart nicht nur Kosten, sondern ist auch ein enormer Wettbewerbsvorteil. Zunehmend nutzen neben Banken/Versicherungen und Daten- sowie Mobilfunkanbieter auch mittelständische Logistiker wie die Alfred Talke Logistik Services GmbH  Co. KG.

Die zahlreichen Fragen während und noch nach Ende der Veranstaltung verdeutlichen, dass Speditionen und Logistiker kurzfristigen Handlungsbedarf bei der Nutzung von Cloudcomputing sehen.

Ansprechpartner für den Branchenkreis Speditionssoftware und Digitalisierung:

Logistikcluster NRW / Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e. V.
Haferlandweg 8
48155 Münster

Herr Benedikt Althaus
Tel.:    0251 / 6061-457
Fax:    0251 / 6061-3457
Email:            althaus@vvwl.de

Herr Sven Heinz
Tel.:    0251 / 6061-444
Fax:    0251 / 6061-3444
Email:            heinz@vvwl.de


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