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25.07.2017 14:10 Alter: 91 days

BranchenKreis Speditionssoftware und Digitalisierung Veranstaltung „Erfolgreich trotz IT – wie geht das?“


Viele Transport- und Speditionsunternehmen führen ihr Unternehmen noch immer ohne Unterstützung durch IT, Tablet oder Smartphone, obwohl im privaten Bereich diese Mittel nicht mehr wegzudenken sind. Ist daher in unserer fortschreitenden digitalisierten Welt diese Art der Unternehmensführung noch zeitgemäß? Diese Frage stellten sich die Teilnehmer der Veranstaltung „Erfolgreich trotz IT – wie geht das?“ des Branchenkreises Speditionssoftware und Digitalisierung im Logistikcluster NRW. Die Veranstaltung fand mit ca. 30 Teilnehmern in Zusammenarbeit mit dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e.V. (VVWL) am 4. Juli 2017 im Haus des Verkehrsgewerbes in Münster statt.

Herr Benedikt Althaus vom Logistikcluster NRW / VVWL e. V. begrüßte die Teilnehmer und führte mit einem Rückblick auf die IAA Nutzfahrzeuge und die Messe „transportlogistic“ in Sachen Digitalisierung in das Thema ein. Um das eigene Unternehmen zu digitalisieren gibt es bei der Auswahl von IT, Speditionssoftware und Telematik wichtige Punkte zu beachten.

Herr Prof. Dr. Vallée von der Beratungsgesellschaft Vallée und Partner aus Münster mahnte die Teilnehmer, dass „die Welt nie wieder so langsam sein wird wie jetzt“. In Zeiten von BigData, welche für alle Branchen wichtig ist, wird digitalisiert, was digitalisiert werden kann. Prof. Vallée führte weiter aus, dass viele IT-Projekte keine wirklichen IT-Projekte sind, sondern Reorganisationsprojekte, um Prozesse effektiver zu gestalten. „Der Austausch von Informationen zwischen Unternehmen gehört zum Wesen der heutigen Logistik“, so Prof. Vallée. Wichtig ist, dass an der Einführung einer Software unbedingt Profis beteiligt sein sollten, ob intern oder extern. Er erklärte weiter, dass Spedition und Softwareanbieter sich auf Augenhöhe begegnen sollten. Das Abteilungsdenken muss durch das Prozessdenken abgelöst werden, daher  müssen die Mitarbeiter mitgenommen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass das Projekt scheitert.

Anschließend zeigte Herr Thomas Brabender, Geschäftsführer der brabender group aus Düsseldorf, digitalisierte Prozesse in einer Speditionssoftware auf. Ob Transportmanagementsystem, Warehousemanagementsystem oder Telematik, Ziel der Software ist es, den Arbeitsprozess zu unterstützen. Sei es beim Auftragseingang, Service, Disposition, Fahreranweisungen, Transportüberwachung, Rückmeldungen des Fahrers oder Abrechnung und Archivierung. Herr Brabender führte aus, dass für einen digitalen Informationsfluss Echtzeitdaten und die Anbindung von allen Beteiligten über Schnittstellen unentbehrlich sind. Eine Unterstützung durch Software ist für das Unternehmen überlebenswichtig. Kunden-Umsatz Transparenz, Controlling, Abrechnung und ein Kundenportal sind nur einige Punkte. Für die Auswahl einer Software ist eine Checkliste wichtig, so Brabender.

Im Dritten Vortrag stellte Herr Peter Giesekus, Geschäftsführer der TIS GmbH aus Bocholt in seinem Beitrag zum Thema „Telematik 4.0 – unternehmensübergreifende Vernetzung“  die derzeitigen Möglichkeiten im Bereich der Telematik vor. Zu erwähnen sind die Wandlungsfähigkeit, die Flexibilisierung und mobile Lösungen. Wichtig sind die Informationen, die eine Telematik an die Speditionssoftware liefern muss, Restlenkzeiten, Stopzeiten der Fahrer und Fahrstilbewertung sind nur einige davon. Herr Giesekus zeigte auf, dass für die Fuhrparkleitung die Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten von enormer Bedeutung sind, bei einer Telematik ist daher auch auf den Remotedownload von Daten aus dem digitalen Tachographen zu achten. Bzgl. der „Hardware“ wie Tablets oder PDA’s ist auf die Robustheit und Haptik der Geräte sowie auf Benutzerfreundlichkeit für Fahrer zu achten, so Giesekus.

Die zahlreichen Fragen und Diskussionen während und nach Ende der Veranstaltung verdeutlichten, dass Speditionen und Transportunternehmen einen Effizienz- und Zeit-Vorteil durch die fortschreitende Digitalisierung im Allgemeinen sehen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Digitalisierung in der Logistik Basis für zahlreiche neue Geschäftsfelder und Voraussetzung für Wachstum in Industrie und Handel ist – oder, um es mit Herrn Giesekus Worten zusammenzufassen „Ohne Logistik 4.0 keine Industrie 4.0“.


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