< Mönchengladbach als NRW-Logistikstandort des Jahres 2017 ausgezeichnet
01.12.2017 11:27 Alter: 17 days

8. BranchenForum „LogistikImmobilien und -Flächen NRW“


Neuss. Am 28.11.2017 führten das LogistikCluster NRW und die Standort Niederrhein GmbH in der Pegelbar im Neusser Hafen das 8. BranchenForum LogistikImmobilien und -Flächen des LogistikClusters NRW durch. Experten für Planung, Bau und Vermarktung von Logistikimmobilien, aus der Planung und der regionalen Wirtschaftsförderung stellten aktuelle Probleme, Strategien und Lösungen vor und diskutierten sie mit den Clustermitgliedern und weiteren Interessierten.

Gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH, und Peter Abelmann, Clustermanager des LogistikClusters NRW, am vergangenen Dienstag in Neuss zum jährlichen Branchentreff der Experten für Logistikimmobilien und -standorte in NRW begrüßen. Die sechs Referate deckten einmal mehr vielfältigste Aspekte von der Behandlung des Logistiksektors in der räumlichen Planung über die technische Unterstützung der Standortbedienung bis hin zur Einbettung und Organisation urbaner Standplätze und Immobilien ab.

Der erste Teil beleuchtete den aktuellen Stand bei der Planung von Logistikstandorten. Michael Bongartz, Referatsleiter Staatliche Regionalplanung beim Regionalverband Ruhr (RVR), erläuterte zunächst die aktuelle landes- und regionalplanerische Sicht auf Logistikstandorte. Zusätzlich zur Sicherung landesbedeutsamer Häfen, die im Landesentwicklungsplan vorgesehen ist, sieht der neue Regionalplan Ruhr die Kategorie der regionalen Kooperationsstandorte vor, die abgestimmt entwickelt und für erste Ansiedlungen mit mindestens acht Hektar Netto-Grundstücksfläche zur Verfügung stehen sollen; kleinere Ansiedlungen dagegen finden auf verbleibenden Flächen mit lokalem Bezug Platz.

Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH, erläuterte die Entwicklung des Gewerbestandorts Regiopark. Fußend auf der städtischen Leitbranchenstruktur und einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Nachbargemeinde Jüchen entstand ein echtes Leuchtturmprojekt. Nach der ersten (Logistik-) Ansiedlung 2007 etablierten sich mehrere Ankernutzer am Standort. Unterstützt durch aktive und gut strukturierte Vermarktungstätigkeit konnte diese Entwicklung die Arbeitslosenquote in der Stadt um rund ein Drittel senken und so die Finanzsituation der Stadt nachhaltig verbessern.

Silke Hauser, Planungsreferentin der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, stellte Standorte vor, die in einer Potenzialstudie als Premiumflächen für Logistik ausgewiesen wurden. Dabei wurden sowohl die Unterschiede in Sach- und Meinungslage als auch kurz- bis mittelfristigen Entwicklungschancen deutlich.

Den zweiten Teil über Innovationen bei Logistikimmobilien eröffnete Dolores Pellegrino, Bosch Service Solutions, mit der Vorstellung von Bosch Secure Truck Parking, einer innovativen Buchungsplattform für bewachte Lkw-Stellplätze, die sowohl den Parksuchverkehr im Umfeld von Gewerbestandorten steuern als auch das Risiko von Diebstählen vermindern hilft.

André Wolters, Head of Logistics der SEGRO Germany GmbH, identifizierte Urbanisierung, Flächenverknappung und E-Commerce als Megatrends für die künftige urbane Logistik. Erweiterte Geschäftsmodelle und fortschreitende Automatisierung erfordern neue Konzepte für zentrumsnahe Immobilien. Benachbarte und konkurrierende Nutzungen sowie bautechnische und betriebswirtschaftliche Belange sind dabei genau abzustimmen.

Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführender Gesellschafter der agiplan GmbH, vertiefte abschließend die planerischen Herausforderungen bei Logistikimmobilien. Steigende Warenumschläge erzeugen nicht nur einen höheren Bedarf an kleineren citynahen Standorten, sondern differenzieren auch die Immobilientypen weiter aus. Bei ihrer Planung sind etwa einhundert unterschiedliche Aspekte zu bewerten und zu vergleichen. Wesentliche Aufgabe muss es daher sein, die unterschiedlichen öffentlichen und privaten Stakeholder in einen differenzierten Dialog zu bringen.

In den beiden von Clustermanager Peter Abelmann moderierten Diskussionsrunden nahmen einerseits das Interesse an einer möglichst flexiblen Handhabung von Flächenausweisungen, andererseits die Notwendigkeit der intensiven Zusammenarbeit zwischen Lieferdiensten und Kommunen bei der Entwicklung und Gestaltung zukunftsfähiger Innenstadtbelieferung breiten Raum ein.


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